Photokina Impressionen

Von der Sofortbild-Entdeckung dieser Messe, einer interessanten Begegnung und unserem Ausstellungs-Highlight in Köln

Unser Photokina-Ausflug neigt sich dem Ende zu. Auf der Zielgeraden vertiefen wir noch das Thema Sofortbild bei „The Impossible Project“ und sprechen mit einem mutigen Innovator im Bereich Backlit Print. Am Nachmittag gehts in die Stadt und wir besuchen die Willy Fleckhaus Ausstellung bevor uns die Sonne an den Rhein lockt.

Mission Impossible

Was für ein schlaues Konzept: The Impossible Project vereint analoge und digitale Vorzüge zu einem großartigen neuen Sofortbild-Kamerasystem, das in nächster Zeit sicher für Furore sorgen und obendrein noch weiter ausgebaut wird. Wir freuen uns schon darauf. Das noch ziemlich junge Unternehmen hat in den letzten Jahren mit großem Aufwand das niederländische Polaroid-Werk wieder flott bekommen. Somit war man in der Lage, den noch zahlreichen Polaroid-Fans und ihren Kameras wieder Futter zu bieten. Außerdem können Besitzer alter Polaroid-Kameras ihre Lieblinge bei Impossible restaurieren und wieder einsatzfähig machen lassen. Mit einer eigenen Kameraentwicklung auf Basis der Polaroid-Filme im klassischen Format legt man nun nach. Entstanden ist ein modernes Designobjekt, das nur noch entfernt an die gewohnte Optik einer Polaroid-Kamera erinnert. Technisch setzt man auf die altbewährte und liebgewonnene Technik, aber bei den ausgefeilten Steuerungsmöglichkeiten des Geräts wird es digital. Diese laufen komplett über eine eigens entwickelte App via Smartphone. Die Ergebnisse haben uns total begeistert, der Preis ist durchaus stolz (Kamera 299 Euro und mehr als zwei Euro pro Polaroid). Das macht dieses Gerät sicher nicht zu einer Konkurrenz der anderen Sofortbildanbieter, wohl aber zu einer echten Option für den Einsatz bei künstlerischen Fotoprojekten.

Backlit Print für Anspruchsvolle

Vielleicht hätten wir Daniel Ries nie kennengelernt. Aber der Zufall wollte es, dass er sich, im Gegensatz zu den letzten Tagen, gerade heute auf dem Messestand des International Light Painting Award aufhielt. Ein Mann, der mit großer Beharrlichkeit und klarem Ziel in den vergangenen fünf Jahren an einer fantastischen Entwicklung für die anspruchsvolle Backlit-Präsentation gefeilt hat. Soviel sei verraten: Wir finden, eine tolle Chance für neue Wege in der Inszenierung von Fotografien. Und definitiv nur etwas für Ausstellungen, Galerien und echte Enthusiasten, denn Effekt und Verarbeitungsqualität haben ihren Preis. Das Thema wird uns im Blog demnächst noch intensiver beschäftigen.

Willy Fleckhaus im MAKK

Nach knapp vier Tagen vibrierender Messeatmosphäre wurde es dann trotzdem Zeit für einen Ortswechsel. Nach einem letzten Stopp am Messestand von Photo International, bummelten wir mit der Straßenbahn in Richtung Altstadt. Unser Ziel war das MAKK, das „Museum für angewandte Kunst in Köln“. Hier findet noch bis 11. Dezember die Ausstellung „Willy Fleckhaus – Design, Revolte, Regenbogen“ statt. Eine umfassende Schau über diesen stilprägenden Gestalter der 60er, 70er und 80er Jahre, der auch den Einsatz von Fotografie in der Buch- und Magazingestaltung maßgeblich beeinflusste. Ausführlicher werden wir die Ausstellung in den nächsten Tagen im Blog besprechen. Herzlichen Dank für die spontane Unterstützung an das sehr freundliche und hilfsbereite Museumsteam.

Ereignisreiche Tage gehen jetzt zu Ende und das Blogteam sitzt müde aber zufrieden am Rhein. Was bleibt? Köln war definitiv eine Reise wert und wir kommen mit jeder Menge neuer Eindrücke und konkreten Ideen für Themen zurück, die Sie demnächst in diesem Blog und in den kommenden Printausgaben entdecken können.

Unterwegs auf der Photokina 2016: Kurzberichte und Bilder

Tag 1

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Unterwegs auf der Photokina 2016: Kurzberichte und Bilder

Tag 2

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Unterwegs auf der Photokina 2016: Kurzberichte und Bilder

Tag 3